Selfkänter Wehrleute meistern Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Selfkänter Wehrleute meistern Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Der Einsatz in brennenden Gebäuden unter schwerem Atemschutz zählt zu den risikoreichsten Tätigkeiten im Feuerwehrwesen. Gefahren wie einstürzende Decken und Wände, elektrischer Stromschlag, Absturz in die Tiefe, die explosionsartige Ausweitung des Feuers (der sogenannte Flashover) oder die Versperrung des sicheren Rückzugsweges sind nur

einige von vielen Gefahren, die sich im dichten Rauch vor dem Blick der Einsatzkräfte verbergen können. Eine gute Ausbildung, in der die zumeist jungen Feuerwehrleute mit den möglichen Gefahren, ihrer rechtzeitigen Erkennung, aber auch der sicheren Handhabung der Atemschutzgeräte und den Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung vertraut gemacht werden, ist hierbei fundamental. Bei der freiwilligen Feuerwehr Selfkant ging nun wieder einmal eine solche Ausbildung, an der 10 Selfkänter und ein Karkener Feuerwehrmann erfolgreich teilnahmen, zu Ende. Zulassungsvoraussetzung war die ärztlich geprüfte und attestierte körperliche Eignung jedes Lehrgangsteilnehmers, denn Atemschutzeinsätze, besonders bei der Menschenrettung, gehen nicht selten an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus. Die praktische Ausbildung wurde z.T. in der Übungsstrecke des Feuerschutzzentrums Erkelenz durchgeführt, während der schulische Teil im Gerätehaus Hillensberg-Süsterseel stattfand. Hier wurden den Einsatzkräften durch das Ausbilderteam um Lehrgangsleiter Georg Tholen auch die einsatztaktischen Inhalte wie Notfalltraining und Flashoverbekämpfung mit dem Hohlstrahlrohr antrainiert. Die schriftliche und praktische Lernerfolgskontrolle fand wiederum im Feuerschutzzentrum Erkelenz statt. Zeitnah wartet auf die Absolventen noch der Aufenthalt in einem Wärmegewöhnungscontainer. Unter kontrollierten Bedingungen sammeln die jungen Einsatzkräfte hier wertvolle Erfahrungen im „Lesen“ von Brandrauch, der Kühlung von überhitztem Brandrauch mittels kurzen Sprühstößen aus dem Hohlstrahlrohr und der Wirkung von heißem Wasserdampf auf die Schutzkleidung. Mit diesem Rüstzeug sind die Wehrleute dann optimal auf die Herausforderungen des Atemschutzeinsatzes vorbereitet.

Die Absolventen des Atemschutzlehrgangs im Einzelnen: Nico Dahlmanns, Niklas Klaßen, Marvin Köhnen, Marcel Meiers, Florian Meisters, Stefan Mertens, Alexander Schmitz, Andre Traber, Marvin Wa Kasonga. (Alle Gemeinde Selfkant)

Karsten Schmitz, Heinsberg-Karken

 

Bernd Douven